Vorfreude ist die schönste Freude

Schulvorbereitungswoche ist durch und grade vor 10 Minuten hab ich tatsächlich meinen Stundenplan (gültig ab morgen) bekommen. Jetzt hab ich noch 12 Stunden mich irgendwie darauf vorzubereiten, dass ich ab morgen nicht nur Psychologie (da hab ich ja seit letzem Jahr alles druckfähig vorbereitet rumliegen) sondern auch Wirtschaftskurse unterrichte (was ich noch nie habe, zu denen ich kein Material und Entwürfe habe und auch grad nur begrenzt eine Idee was überhaupt gemacht werden soll). Das Leben ist so kreativ, wenn es einen stressen will.

Ansonsten ToDo:

  • 6 Wochen Schulpraktikum der Uni – Ich soll als angehender Lehrer in den restlichen Semesterferien auf den Erstkontakt mit Schülern vorbereitet werden. Liegt nur leider parallel zu meinen Unterrichtszeiten. Ich fürchte ich werd mit meinen Umplanwünschen nicht Praktikant des Jahres. Und irgendwie sollte ich auch noch mein Praktikumsthema vorbereiten.
  • Irgendwie muss ich noch die Informatik-Klausur Ende des Monats bestehen. Lernen soll ja helfen. Schlaf wird eh überbewertet.
  • Das Angebot für ein Startup Methodenworkshops für Azubis an Berufsschulen zu geben klang spannend und gut bezahlt. Natürlich hab ich unterschrieben. Schade das es jetzt genau da liegt, wo spontan der Wirtschaftsunterricht hingeplant wurde.
  • Wo war eigentlich der Anforderungszettel für die noch offene Hausarbeit?
  • Da war noch die Email von meinem letzten verbliebenen Kunden aus meiner Beraterzeit, dass ich mal vorbeikommen möge um 39123 Kleinigkeiten zu besprechen. Er ist ein netter alter Mann über 70. Er bezahlt (irgendwann). Er braucht für alles Stunden, die ich nicht habe.

Ich freu mich auf die Zeit, wenn meine Aufmerksamkeit voll auf einer Schule liegen kann. Kann man sich auf das Referendariat freuen???

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Zukunftsplanung mit Fächerbingo

*scroll* *scroll*

Hm. Also Lehramt, Erstfach ist klar, Haifischkunde. Schon Robinson auf seiner Insel musste wirtschaften und das ist nicht besser geworden. Außerdem hab ich da nen Abschluss rumliegen. Bei Wirtschaft muss es … Berufliches Lehramt werden.
Hm.
Vielleicht nicht schlecht, 2. Staatsexamen ist 2. Staatsexamen, bei Berufsschulen haben weniger Eltern Diskussionsbedarf (Einwurf von meiner angetrauten Frau Grade) und die Unterstufe und ich sind vielleicht wirklich nicht so füreinander geschaffen (Frau Grade nickt heftig im Hintergrund).

*scroll*

Zweitfach … Psychologie…. gibt es kein Referendariat für. Mist. Gibt es ein Drittfach?

*grübel*

Aber Informatik! Immerhin hatte ich das als Wahlfach im Studium, dressiere gerne Rechner und spreche fliessend Nerd.

Also Wirtschaft und Informatik an der Berufsschule (und Psychologie als Drittfach!). Ich fürchte, es wird symptomatisch für mich, das ich das Dritt- vor dem Zweitfach habe.

Bleibt nur noch rauszufinden, wie ich da rein komme.

Wieder zu Zweit.

Frau Grade, die mir seit Jahren angetraute Ehefrau und beste Teampartnerin aller Zeiten, hat mir seit einigen Monaten nicht nur ein Lehramtsstudium, sondern auch ein erfolgreich abgeschlossenes Referendariat voraus.

Damit müssen wir jetzt wieder lernen, eine Beziehung zu zweit zu führen, ohne den ständigen Mitbewohner Namens Referendariat. Wir werden ihn nicht vermissen, war er doch ein sehr besitzergreifender und übergriffiger Mitbewohner. Rücksichtslos sass er am Abendbrottisch, war auf jeder Feier dabei und vermieste die Laune, nahm keine Rücksicht auf Urlaube, Freizeit, generell jegliche Form von Planung. Auch hat er ohne zu Fragen seine Kumpels eingeladen, die sich dann auch gerne mal über Tage und Wochen bei uns breit gemacht haben:

  • Unterrichtsbesuch flätzte sich auf dem Sofa und verhinderte jeglichen Feierabend.
  • Die Geschwister Seminar zickten sich wie immer an, wollten wie große Diven dieses und jenes und bevorzugt immer genau das Gegenteil der Anderen, das aber meist sofort und zeitgleich.
  • Der Unterrichtsentwurf wälzte sich behäbig durchs Haus, futterte jede rumliegende Minute und verstopfte den Kopf.
  • Und dann waren da noch die Drillinge Termine, Termine, Termine, die sich als Fitnesstrainer berufen fühlten und alle auf Trab gehalten haben, immer in Bewegung, immer neu und immer kaum zu bändigen.
  • Die ungezählten Tagesgäste, die sich spontan berufen fühlten, Teil unseres Haushaltes zu sein, mag ich hier garnicht erwähnen.

Jetzt hängt das 2. Staatsexamen über dem Schreibtisch und es kommt so langsam wieder Ruhe ins Haus. Ungewohnt, aber nicht schlecht!

Ich hoffe, ich bin mit dem Verarbeiten fertig, wenn das Referendariat mich heimsucht. Ich will nämlich Lehrer werden.